Infrastruktur, Stationen und Betriebsstellen des LMEx kompakt erklärt
Lacorno
Startpunkt & Betriebsmittelpunkt der Bahn
Marmorwerk
wichtigster Güterkunde
Santa Maggiore
bedeutender Zwischenhalt und Heimat des Bahndienstes
Cavio & Bosco Verde
zwei fiktive Stationen für einen reibungslosen Betrieb
Das Anschlussgleis zum Marmorsteinbruch
Ausgangspunkt schwerer Lasten
Alpe Bianco
Streckenendpunkt auf rund 2.000 Metern Seehöhe
Lacorno
Stazione & Deposito
Lacorno – Bahnhof zwischen Hafen und Altstadt
Zwischen Hafenbecken und Altstadt gelegen, liegt der kleine Schmalspurbahnhof von Lacorno eng eingebettet auf der Piazza del Porto. Einst war die direkte Verknüpfung zwischen Schiff und Bahn für den Verkehr am Lago Maggiore von zentraler Bedeutung. Mit dem Bau der durchgehenden Uferstraße verlor die Bahn zunächst an Relevanz. Doch bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts brachte der aufkommende Tourismus neuen Aufschwung – und mit ihm die Bedeutung einer guten Anbindung an die Fahrgastschifffahrt.
Gleisplan – kompakt, funktional und vom Vorbild inspiriert
Der Gleisplan (siehe Bildgalerie) orientiert sich in Teilen am Meterspurabschnitt des Bahnhofs Montreux. Charakteristisch ist die mittige Einfädelung des Streckengleises in den Bahnhof. Vom Betrachter aus gesehen gliedert sich die Anlage in zwei Bereiche:
Links: Lacorno Stazione mit den beiden Bahnsteiggleisen 1 und 2 am Mittelbahnsteig
Rechts: Lacorno Deposito mit Werkstatt, Abstellung und Bahndienst.
Marmorwerk
wichtigster Güterkunde des LagoMaggioreExpress
Das Marmorwerk ist der bedeutendste Güterverkehrskunde der Bahn. Werktäglich verkehrt in der Regel ein Güterzug mit drei vierachsigen Flachwagen, beladen mit schweren Marmoblöcken. Diese werden aus dem Marmorbruch bei der Alpe Bianco über das Streckennetz des LMEx ins Werk transportiert.
Im Werk entstehen aus den Rohblöcken Marmorplatten, Fensterbänke und weitere Produkte. Der Versand der Fertigwaren erfolgt anschließend per LKW.
Das gesamte Segment wurde im Frühjahr 2021 vollständig neu aufgebaut – die zugehörigen Bauberichte findest du weiter unten auf der Seite.
Das Anschlussgleis wird als geschobene Bedienung aus Lacorno erreicht. Ein großer Portalkran übernimmt das Entladen der Marmoblöcke. Durch mehrere Erweiterungen nutzt das Werk den begrenzten Raum am Ufer des Lago Maggiore optimal aus. Das Verwaltungsgebäude befindet sich daher auf der gegenüberliegenden Seite der Via Cantonale, entlang der auch das durchgehende Streckengleis des LMEx verläuft.
Santa Maggiore
bedeutender Zwischenhalt und Heimat des Bahndienstes im Valle del Castagno
Santa Maggiore ist eine wichtige Zwischenstation auf dem Weg von Lacorno nach Alpe Bianco. Die Bahnstation liegt etwas abseits der Ortschaften im Valle del Castagno; Postautokurse stellen die Verbindung zu den Dörfern im Tal sicher. Der kleine, oberhalb der Station gelegene Ort Santa Maggiore ist nur zu Fuß erreichbar – unterstützt wird der Alltag immerhin durch eine Materialseilbahn, die den Transport von Einkäufen erleichtert.
Das Empfangsgebäude befindet sich jenseits der Via Cantonale und beherbergt heute ein gemütliches Grotto, in dem Reisende bei Tessiner Spezialitäten auf den nächsten Zug warten können.
Die Station liegt in einem Gleisbogen und verfügt über zwei Hauptgleise mit einem Mittelbahnsteig. In Santa Maggiore ist zudem der Bahndienst des LagoMaggioreExpress beheimatet. Herzstück der Anlagen ist die Handdrehscheibe, die ein längeres sowie mehrere kurze Abstellgleise erschließt.
Für den Bahndienst stehen zwei Remisen zur Verfügung, in denen Materialien, Baugeräte und Fahrzeuge geschützt untergebracht werden. Eine der Remisen besitzt ein kurzes Stumpengleis, auf dem Schneeschleuder oder Rangiertraktor wettergeschützt abgestellt werden können. Ergänzt wird die Infrastruktur durch eine Tanksäule für Arbeitsgeräte.
Cavio & Bosco Verde
zwei fiktive Stationen für einen reibungslosen Betrieb
Für die vorbildgerechte Fahrplangestaltung des LagoMaggioreExpress werden im Betrieb zwei zusätzliche Kreuzungsstationen benötigt: Cavio und Bosco Verde. Da auf der Anlage jedoch kein Platz für zwei vollständig gestaltete Stationen vorhanden ist, wurde eine pragmatische und zugleich betrieblich saubere Lösung umgesetzt.
Auf dem nur 12 cm breiten, nicht gestalteten Trassenbrett hinter Santa Maggiore befindet sich eine Ausweiche, die als betriebliche Kreuzungsstelle dient. Hier können die Züge entsprechend des Fahrplans kreuzen. Der Fahrplan ist so ausgelegt, dass alle Kreuzungen – unabhängig davon, ob sie im Fahrplan in Cavio oder Bosco Verde geplant sind – immer in dieser Ausweiche stattfinden. Dadurch bleibt der Betrieb realistisch, ohne zusätzlichen Platzbedarf auf der gestalteten Anlage.
Im bergseitigen Gleis der Kreuzungsstelle ist zudem die LUX‑Radreinigungsanlage integriert. So wird jedes Fahrzeug während eines Umlaufs Lacorno – Alpe Bianco – Lacorno automatisch gereinigt. Diese regelmäßige Reinigung trägt wesentlich zur Betriebssicherheit und zu einem störungsfreien Fahrverhalten bei.
Mit dieser Lösung bleiben sowohl Fahrplanlogik als auch Betriebsabläufe vollständig erhalten – und die Anlage gewinnt an Realismus, ohne zusätzlichen Raum zu benötigen.
Anschlussgleis vom Marmorsteinbruch
Ausgangspunkt schwerer Lasten
Das Anschlussgleis des Steinbruchs zweigt unterhalb der Alpe Bianco zwischen zwei Tunnels vom Streckengleis ab. Der Steinbruch selbst liegt rund 300 Meter höher im Fels und wird dort waagerecht in den Berg getrieben – ein klassischer Untertagebau. Eine Materialseilbahn transportiert die schweren Marmorblöcke zum Verladeplatz und bringt zugleich Arbeitsmaterial und Maschinen hinauf in den Steinbruch.
Am dargestellten Verladeplatz befindet sich das talseitige Ende der Seilbahn mit dem zugehörigen Maschinenhaus. Ein Stapler übernimmt hier den Umschlag der Blöcke. Aufgrund des Seilbahn- und Staplerbetriebs ist das Gleis nicht mit einer Fahrleitung überspannt. Die Bedienung erfolgt von Alpe Bianco aus, in der Regel mit der Zweikraftlok Gem 4/4, die für diese anspruchsvolle Aufgabe ideal geeignet ist.
Alpe Bianco
Streckenendpunkt auf rund 2.000 Metern Seehöhe
Alpe Bianco besteht – wie bereits Lacorno – aus zwei getrennten Bahnhofsteilen: Alpe Bianco Stazione und Alpe Bianco Deposito.
Der eigentliche Personenbahnhof liegt auf knapp 2.000 Metern Höhe und verfügt über einen Mittelbahnsteig mit zwei stumpf endenden Gleisen für den Personenverkehr sowie ein kurzes Ladegleis. Bergseitig wird die Anlage durch das Hotel und die Talstation der Seilbahn begrenzt, die den Gipfel erschließt. Die Terrasse des Restaurants liegt direkt über den Gleisen und bietet bei gutem Wetter einen beeindruckenden Blick sowohl auf die nahen 3.000er als auch hinunter bis zum Lago Maggiore.
Eine Umsetzmöglichkeit gibt es in Alpe Bianco Stazione nicht. Die Regionalzüge verkehren daher in der Regel als Pendelzüge. Längere Zugskompositionen oder Fahrzeuge, die abgestellt werden müssen, werden nach Alpe Bianco Deposito überführt.
Der Abstellbahnhof konnte aus topografischen Gründen nicht am Standort von Hotel und Seilbahn errichtet werden. Er liegt rund einen Kilometer talwärts, leicht versetzt oberhalb des bereits fallenden Streckengleises. Hier stehen fünf Gleise zur Verfügung, von denen zwei lawinen- und schneesicher überdacht sind, sodass Fahrzeuge auch bei widrigen Bedingungen geschützt abgestellt werden können.
















































































